Omega-3 Guide – Wirkung, Dosierung und Risiken

Omega-3 Fischöl Kapseln

Omega-3 ist eine Fettsäure, welche in Fisch und Pflanzen vorkommt, wobei Fisch als Quelle weitaus gesünder ist. Der Körper kann Omega-3 nicht selbst herstellen und ist daher auf eine ausreichende Versorgung über unsere Ernährung angewiesen. In unserem Körper ist Omega-3 ein wichtiger Bestandteil unserer Zellen, sowie Vorläufer verschiedener Hormone. Alle weiteren Angaben sind auf Omega-3 in Form von Fischöl in Bezug auf Europa und Länder mit vergleichbaren Essgewohnheiten (z.B. USA und Kanada) bezogen.

Belegte positive Wirkungen

  • Schützender Effekt auf Herz-Kreislauf-System (Präventiv und bei Erkrankungen) [1]
  • Senkung von Blutdruck und Trygliceridspiegel [1]
  • Linderung chronischer Entzündungen [2]
  • Schutz und Erhalt der Sehfähigkeit [1]
  • Schutz und Erhalt der Gehirnfunktionen [3]
  • Steigerung der Kollagen Produktion von Zellen [17]

Weitere mögliche Wirkungen

  • Unterstützung und Besserung des Alzheimer Erkrankungsverlaufs [4]
  • Muskelaufbau und Erhalt [5] [6]

Dosierung

  • 3g - 4g Omega-3 pro Tag
    Aufgeteilt in ca. 2g EPA und 1,5g DHA
  • 250mg zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei gesunden Menschen

Einnahmeform

  • Vom Körper absorbierte Rate Omega-3 bei Kapselform ähnlich wie bei natürlicher Form [7]
  • Einnahme mit Mahlzeit: Normale Fischölkapseln
    Der Körper kann bei Einnahme mit einer Mahlzeit einen höheren Anteil Omega-3 aufnehmen. Die Mahlzeit sollte eine weitere Fettquelle enthalten um die Aufnahme zu unterstützen.
  • Einnahme auf leeren Magen: Fischölkapseln mit Omega-3 in Triglycerid Form
    Triglycerid (TG) ist die natürliche Form, welche zur Säuberung in die Ethyl Ester (EE) Form gebracht wird, sofern nicht anders gekennzeichnet liegen Fischölkapseln in dieser kostengünstigeren Form vor. Die teure Rückumwandlung in die TG-Form erhöht die vom Körper absorbierte Rate Omega-3 bei Einnahme auf leeren Magen signifikant gegenüber der EE-Form, bei Einnahme mit einer Fett beinhaltenden Mahlzeit ist jedoch kein klarer Unterschied zu erkennen. Langfristig ist der tatsächliche prozentuale Anteil im Blut (Omega-3 Index) bei TG zwar um 15% besser, jedoch haben sowohl TG, als auch EE eine signifikante Steigerung des Omega-3 Index in den optimal Bereich über 8% zur Folge (Aktuell teils unter 4%). [7] [8]

Sicherheit

EFSA Status

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist eine Agentur der Europäischen Union, die über Risiken in Zusammenhang mit der Lebensmittelkette informiert und dazu wissenschaftliche Gutachten und Auswertungen anfertigt.

  • Risiko: Sicher bis 5g/Tag [9]
  • Dosierung: 250mg/Tag
  • Erweiterte Dosis: 2g-4g/Tag

FDA Status

Die Food and Drug Administration (FDA) ist die behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA und als solche dem Gesundheitsministerium unterstellt. Ihre Aufgabe ist der Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA.

  • Risiko: Sicher bis 3g/Tag

Anmerkung: 1g Fischöl entspricht nicht 1g Omega-3. EPA + DHA + Weitere = Omega-3 Menge.

Biologischer Hintergrund

Die essentielle Fettsäure Omega-3 ist wichtiger Bestandteil der Zellmembran, Vorläufer verschiedener Hormone und dient der Energiegewinnung. Pflanzen Omega-3 liegt als α-Linolensäure (ALA) vor, welches möglicherweise negative Effekte hat, und wird in geringem Umfang vom Körper in Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt. Fisch Omega-3 liegt bereits als EPA und DHA vor, welche für die positiven Effekte der Omega-3-Fettsäuren verantwortlich sind. Der prozentuale Anteil im Blut (Omega-3 Index) liegt bei uns teilweise unter 4%, was mit einer erhöhten Anfälligkeit für diverse Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Als optimal wird ein Wert zwischen 8% und 11% angegeben. [8]

Andere Meinungen & Zweifel

Der Großteil Zweifel erregender Artikel basiert auf Studien zur Sekundärprävention bei Menschen fortgeschrittenen Alters, d.h. die Probanden litten bereits unter medikamentös behandelten Vorerkrankungen. In diesen Studien konnte eine Vielzahl spezieller Faktoren (Alter, Medikamente, Erkrankungen) die Ergebnisse beeinflussen und somit können diese nicht allgemein betrachtet und angewandt werden. Abgesehen davon bestätigen auch eine Vielzahl Studien den positiven Einsatz zur Sekundärprävention. [10] [11]

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen nur Produkte und Dosierungen, welche wir selber getestet haben!

Quellen

Alle Angaben und Empfehlungen sind mit Sorgfalt und bestem Gewissen gemacht, nach § 675 Abs. 2 BGB übernehmen wir jedoch keine Haftung für daraus entstandene Schäden.